Fragmente einer inneren Welt

Wie entstehen Bilder für etwas, das sich eigentlich nicht zeigen lässt?

Dieser surreale Kurzfilm entstand während der Arbeit an meinem fotografischen Projekt
„Verborgene Schatten  Eine visuelle Reise durch die Depression“. Er ist kein klassisches Making-of. Vielmehr ist er eine weitere Ebene des Projekts  eine Reise in jene Zwischenwelt, aus der viele meiner Bilder entstanden sind.
Fotografien, ausgeschnittene Figuren, Körper, Schatten und Fundstücke lösen sich aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang und begegnen sich in neuen, unwirklichen Räumen. Erinnerungen überlagern sich, Größenverhältnisse verändern sich, Menschen erscheinen und verschwinden. Vertrautes wird fremd und Fremdes plötzlich vertraut.

Genau dieser Zustand interessiert mich:
der schmale Raum zwischen äußerer Wirklichkeit und innerer Wahrnehmung.

Depression lässt sich für mich nicht durch ein einzelnes Gesicht oder eine eindeutige Szene darstellen. Sie besteht aus Fragmenten  aus Stille, Isolation, Erinnerung, Angst, Verletzlichkeit und Momenten, in denen die eigene Realität ihre vertraute Form verliert.

Der Film zeigt den Prozess hinter „Verborgene Schatten“, ohne ihn vollständig zu erklären. Wie die Fotografien selbst möchte er keine eindeutige Geschichte erzählen. Er lädt vielmehr dazu ein, sich auf Bilder, Assoziationen und Gefühle einzulassen und für einige Minuten eine Welt zu betreten, in der die Grenzen zwischen Traum, Erinnerung und Wirklichkeit verschwimmen.

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